Monthly Archives: August 2013

Die Zeit für Hedonismus ist vorbei

Es ist sogar so, dass das Ende Ihrer Reise, das Ziel Ihres Weges, Ihnen entgegenstürzen wird. Es wird Sie finden.

ASP, „Willkommen zurück“

Nachdem ich vor 24 Stunden noch grillend im Görli saß, hat mich nach mehreren Flaschen Bier, verbranntem Grillkäse, vielen Umarmungen, Abschieden, Nasen- und normalen Küssen auch das Ende meiner Zeit in Berlin gefunden. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof hatte ich noch einmal das Vergnügen, den menschlichen Überresten der Partys der letzten Nacht im Nahverkehr Gesellschaft zu leisten.

Da ich mich der Gefühlsseite dieser Sommermonate schon ausführlich gewidmet habe, folgt nun die wohl obligatorische Hymne an die Stadt selber, die Kulisse für all diese Eskapaden und Entdeckungen war.

Ich kann ahnen, was den Reiz Berlins ausmacht – es hat quasi alles. Je nachdem, wer man ist oder wer man sein möchte, kann man sich seine Nische suchen und dort einrichten. Auch London, Paris oder Shanghai sind unendlich vielfältig, aber in allen diesen Städten fehlt die unendliche und offenbare Toleranz Berlins, dieser linken Hauptstadt, in der Ströbele als Direktkandidat in den Bundestag gewählt wird und Friedrichshain-Kreuzberg den Piraten 2008 über zehn Prozent seiner Stimmen gab. Vielleicht ist der Reiz Berlins auch etwas ganz Anderes. Aber wenn man den Zauber eines Ortes so einfach ausmachen könnte, wäre er wahrscheinlich keiner. Und es gibt ja auch nicht nur das eine Berlin:

Da ist das Journalistenberlin, das permanent mit dem Politikerberlin anbandelt. Beide leben in ganz ähnlichen Universen, es ist ein konstantes „Summen unter der Käseglocke“ von Agenturmeldungen, Pressekonferenzen, Telefonaten mit persönlichen Kontakten, Entscheidungen, was morgen auf die erste Seite kommt, immer bedenkend, was die anderen machen werden, Deadlines, Interviewpartnern, die nicht zurückrufen, viel, viel Kaffee und ab und zu auch Eis.

Da ist das Fahrradberlin, das auf engen, holprigen Radwegen inmitten einer Kakaphonie aus Klingeln, Hupen und gegenseitiger Beschimpfungen von Füßgängern, Auto- und Radfahrern stattfindet. Wer stehenbleibt, muss dieses Berlin gut anschließen, sonst ist er demnächst Teil des dreckigen Bruders BVG-Berlin, was jeder Bewohner Fahrradberlins tunlichst vermeiden wird. Es ist auch das Berlin, in dem ich wieder lernte, freihändig oder wahlweise mit einer Hand lose am Lenker zu fahren, während ich mit meinem Handy navigiere und irgendwie entweder lebensmüden Fußgängern (Radweg) oder wütenden Autofahrern (Straße) ausweiche. Fruchtfliegen und Solimärsche und so.

Da ist das an fortgeschrittener Gentrifizierung leidende Hipsterberlin, das zum Beispiel am Boxhagener Platz lebt, wo der Weltladen ausziehen muss, weil die Miete verdoppelt wird, wo es aber auch ganz wunderbaren Kuchen und unheimlich gutes Essen gibt. Allen voran Burger, die in diesem Berlin in unendlich kreativen, sehr wohlschmeckenden vegetarischen Varianten vorkommen.

Da ist das Berlin der Go-Spieler, in dem die meisten nur Teilzeit leben und sich an verschiedenen Abenden an allen möglichen Punkten des geografischen Berlins zusammenfinden, um mehrere Stunden weiße und schwarze Steine auf ein Brett zu legen und diese zu diskutieren, ein Berlin, in dem mehrere Stunden über das Setzen eines bestimmten Steins oder, je nach Umfeld, über Go-Server und die ihnen zugrunde liegenden Prorgammiersprachen geredet werden kann.

Da ist das Expat-Berlin, dessen Persönlichkeit zu einem ganz wesentlichen Teil aus Couchsurfern und partybedürftigen Erasmus-Studenten besteht. Man trifft sich zum Ultimate Frisbee spielen oder zum Sprachaustausch und es bilden sich Freundeskreise, in denen selten zwei Leute die gleiche Nationalität haben und mit denen man nach der Party beim Italiener bei der französischen Freundin übernachtet, um mit der türkischen und kolumbianischen Freundin brunchen geht. Und es ist das Berlin, das nicht nur Teil der Stadt ist, sondern sie aktiv erkundet und dabei auch Deutschland entdeckt.

Und natürlich ist da das nerdige Berlin, dieses Internet, aus dem ganz viele Leute in Berlin eingefallen sind und sich ihren eigenen gefühlten Stadtteil aufgebaut haben. In diesem Berlin, das Ausläufer in ganz Deutschland hat (sei es auf der Fusion, sei aus auf der Sigint in Köln), war ich die meiste Zeit unterwegs. Es ist das Berlin der IRC-Channels und des Dramas, der cbase und der netzpolitischen Abende mit viel, viel Bier, der Nerdereien über Programmiersprachen und Betriebssysteme, der Poly-Leute und OKC- und FL-Profile, der einzigartigen, ein bisschen verrückten Menschen, die sich hier alle zusammengefunden haben und ohne das Internet vermutlich nie zueinander gefunden hätten.

Zu guter Letzt gibt es auch noch mein Berlin, das ein bisschen von allem war, je nach Lage in unterschiedlichen Portionierungen. Das Berlin all der Menschen, die ich liebgewonnen habe. Das Berlin, das ich zweieinhalb Monate lang in vollen Zügen genossen habe.

Ganz am Anfang wurde mir gesagt „Du bist in Berlin, es ist Zeit für Hedonismus“, woraufhin ich mir ein zweites Stück Kuchen bestellte. Nun ist die Zeit für Hedonismus (zumindest in Berlin) leider erst einmal vorbei.

Danke, Berlin. Es war mir ein innerer Kindergeburtstag – wenn auch nicht immer jugendfrei.

Advertisements

Some have seen what none can dream (Musik- und Videolinks)

Some have seen what none can dream, but light calls it a lie.

Auf die Ohren:

Hier darf natürlich Tasmos wunderbarer zweiter Fusionmix nicht fehlen, der mich am bisher heißesten Sonntag des Jahres begleitete, während ich leider etwas produktiv sein musste. Aber die Musik in Kombination mit etwas Eis haben mich durchaus dafür entschädigt.

Bei diesem Wetter gibt es übrigens eine Band, die man eigentlich unbedingt hören sollte, weil sie unendlich entspannte, gleichzeitig etwas funkige und dadurch nicht langweilige Musik macht: The Cat Empire. Aus Nostalgiegründe verlinke ich hier das erste Lied, was ich jemals von ihnen gehört habe, aber eigentlich kann man irgendwo anfangen und sich dann dort durchhören. Und die Liedtexte sind oft nochmal eine ganz eigene Musik für sich – daher auch der Titel des Posts.

Auf Reddit schreibt ein Mathelehrer, dass er viele Nächte in letzter Zeit damit verbracht hat, Musik zu machen, anstatt Arbeiten zu bewerten. Herausgekommen ist das wunderbare Album “Escalator Music”, mit Musik, die genau richtig für die heißen Tage ist – ein bisschen Electro, manchmal entspannt, manchmal etwas schneller, aber immer entspannt.

Für die Augen:

Ich mag Wikinger. Und zunehmend mag ich auch Bier. Aber darum geht es nicht, eigentlich geht es nur um diesen niedlichen Spot hier.

Hal Lasko ist 97 Jahre alt und blind im Zentrum seines Sehfeldes – trotzdem malt er mit Microsoft Paint tolle Bilder, die sein Leben zu bestimmen scheinen. “Other people want the pixels gone, but I want to see them.”

Außerdem schon etwas älter, aber immer noch toll: Ein Bild vom Cast der ersten Staffel der Sesamstraße und dazu die allererste Folge in drei Teilen. Die Sesamstraße, mit der ich aufgewachsen bin, war schon eine ganze andere. Mit einer Ausnahme: Es gibt ein Weihnachtsspezial aus den 70ern oder 80ern, das wir seit ich denken kann immer mit der Familie beim Tannebaumschmücken gucken. Ich war schon immer der Meinung gewesen, dass die Leute dort viel toller waren als die in der komischen bunten Sesamstraße, die ich am Ende in Deutschland vorgesetzt bekam. Kinder können dieses “Früher war alles besser!” also manchmal schon ganz gut, auch, wenn sie gar nicht dabei waren.

Wer außerdem noch Lust auf etwas Lehrreiches und Unterhaltsames hat, sollte sich dieses wunderbare TEDxCopenhagen-Video anschauen, in dem es mit viel Humor um Sicherheitswahn und allem voran Fahrradhelme geht – warum sie unnötig sind und warum wir eigentlicher eher die Warnschilder von Zigarettenpackungen auf Autos kleben sollten.

“But sometimes you have to do things that don’t have a point” (CS-Geschichten)

Samstage sind in Berlin für mich immer Couchsurfing-Tage – da trifft sich im Treptower Park nämlich ein großer Teil der Berliner CS-Community, um Ultimate Frisbee zu spielen oder zu picknicken und sich generell einfach gut zu unterhalten. Alle bringen etwas zu essen mit, ein paar Lust zum Frisbeespielen und jeder ein paar interessante Geschichten zu erzählen.

Letzte Woche traf ich zum ersten Mal auf einem CS-Treffen Schweden, was mich wirklich freute – ich habe einfach lange kein Schwedisch mehr gesprochen und finde die Sprache sehr schön. Einer der beiden studiert jetzt Medizin, was in Schweden auch mindestens zehn Jahre dauert (also, bis man als Spezialist praktizieren kann). Davor hat er zwei Jahre Musik studiert, weil er es mochte, und er meinte, das wären die besten zwei Jahre seines bisherigen Lebens gewesen. Aufgehört hätte er dann, weil er nicht Musiklehrer werden wollte und seiner Meinung nach kein Musiker werden konnte. Letztendlich landete er bei Medizin, warum, konnte er auch nicht so genau sagen. In seinem Jahrgang ist auch ein 50-jähriger Mann.

“Ich frage mich, was er bisher gemacht hat. Und wie er den Mut aufgebracht hat, in seinem Alter noch einmal so ein langes Studium aufzunehmen. Er wird vielleicht zwei, drei Jahre arbeiten können, bevor er in den Ruhestand gehen muss. But I guess sometimes you have to do things that don’t have a point.”

Danach traf ich auf einen Amerikaner, der eigentlich keiner sein wollte: “Ich habe 15 Jahre gearbeitet, erst in New Jersey und dann in Seattle. Jetzt reise ich von meinen Ersparnissen und suche eine Stadt, in die ich mich verlieben kann.”

Berlin ist es nicht – vielleicht, weil sie vorher so gehyped wurde. Es ist ihm zu klein, fühlt sich nicht wie eine echte Stadt an. “Während in Europa alle davon reden, nach Berlin zu gehen, reden alle Amerikaner von Amsterdam. Ich meine, du kannst Gras auf der Straße kaufen!”

Aber: Amerstdam, meint er, wird ihm wohl auch nicht gefallen. Zu klein, alles zu eng beisammen, zu viele Touristen, denen man nicht so gut wie in Berlin aus dem Weg gehen kann. Auch Prag will er sich ansehen, aber er glaubt nicht, dass es die Gesuchte sein wird – er kann sich vorstellen, Deutsch zu lernen, aber nicht Tschechisch. Auch ein paar italienische und spanische Städte stehen auf dem Programm. “Irgendwie habe ich mir in den Kopf gesetzt, dass mir Barcelona gefallen wird. Mal schauen. Irgendwann wird mir natürlich auch das Geld ausgehen.”

Kopenhagen fand er langweilig, Skandinavien war ihm allgemein etwas zu teuer. Aber wenn es einen schon dorthin verschlägt, sollte man sich auf jeden Fall auch Schweden anschauen, das hätte ihm von allen am besten gefallen. “Ein bisschen hat es ‘klick’ gemacht als ich in London war”, meint er nachdenklich, “die Stadt ist eine richtige Stadt, sie ist gigantisch. Wenn auch nicht so groß wie New York. Aber sie ist auch unglaublich vielfältig, voller Menschen und voller Leben und du bekommst alles, was du suchst. Irgendwie habe ich in Großbritannien auch die Kultur auch auf Anhieb verstanden. Nur öffentliche Verkehrsmittel sind so teuer.”

In meinem Kopf ist noch Juli

Ich mache Tee, schaue im Feedreader nach den Blogs, die ich seit Tagen vernachlässigt habe, und sehe das Datum neben einem Post – 4. August 2013. Ich bin ehrlich überrascht.

In meinem Kopf ist noch Juli.

Der zweite Monat, den ich komplett bei der taz verbrachte, jeden Tag morgens hin, jeden Tag am späten Nachmittag oder Abend zurück. Von morgens bis abends im Großraumbüro, manchmal interessant, manchmal langweilig, immer irgendwie ermüdend. Am Mittwoch, dem letzten Tag bei der taz, war ich nachmittags mit einem Mal raus aus dem strukturierten Alltag. Strukturiert bedeutete allerdings auch vor allem, dass ich jeden Morgen aus dem Bett fiel und zur Arbeit fuhr – welcher Wochentag war, verlor ich meist dienstags schon aus den Augen. Erst donnerstags rief es mir die übergroße “ZEIT” im Zeitungsschlitz wieder in Erinnerung – bald ist Wochenende. Ich wusste aber immer, welche Themen gerade auf dem Tisch lagen für die nächste Ausgabe. Juli war ein Monat voller Medien und Nachrichten, Gedanken über Aktualität und Geschichten, die vielleicht Nachrichten sind, aber oft nicht, ein Monat der Recherche und des Schreibens.

Juli war auch der Monat der vielen Ereignisse, so viele, dass er mir wie eine Periode meines Lebens, fast wie mein ganzer Sommer, vorkommt, aber nicht wie ein einzelner Monat. Ich habe mich verliebt, gleich mehrfach, in Menschen, in Orte, in Nähe, in Musik und natürlich in Berlin. Im Juli habe ich so viele Dinge über mich und Beziehungen gelernt wie im ganzen letzten Jahr, ich hatte so viele schöne, intime Momente mit Menschen, bis ich physisch und psychisch nicht mehr konnte, ich habe stundenlang in Parks gelegen und geküsst. Ich hatte auch Tage, an denen ich mich scheiße und traurig fühlte, an denen ich mich einfach mit Tee und einem guten Film irgendwo einschließen und allein sein wollte. Juli war der Monat, in dem ich viel gelernt habe – ich war auf der Sigint, auf der Leute kluge und interessante Dinge über Technik und Internet sagten, ich redete mit Menschen, die über Journalismus und Mathematik reden, ich telefonierte nach Finnland, Großbritannien und in die USA, um Leute zu Themen auszuquetschen, über die ich gerne mehr wissen wollte, und ich traf Chinesen, Franzosen, Briten, Schweden, Japaner und Amerikaner, mit denen ich in ihrer Muttersprache reden konnte. Und die ganze Zeit stand beim Datum an der Stelle für den Monat eine Sieben.

Regentage, Sommerwetter, Hitzewelle, wieder Regen, wieder Hitze – das Wetter ging irgendwie an mir vorbei, es war irrelevant. Ich habe nicht schneller gelebt als sonst. Wenn mir etwas zu viel wurde, habe ich immer die Bremse betätigt. Aber ich habe dichter gelebt – mehr Gefühle, mehr Menschen, mehr Eindrücke, mehr Informationen als sonst in vier Wochen, 31 Tagen, auf mich einprasseln. So eine Zeit kann doch nicht einfach vorbei sein.

Ich rutschte, erschöpft und eingekuschelt, vom Juli in den August, achtete auf einmal nicht mehr auf das Datum, aß Eis und Burger, spielte Go, liebte, erfüllte mir, was wohl tatsächlich eine Art Traum war (ich schrieb für die “ZEIT”), schaute Filme, trank Bier und wunderbare Drinks – und merke mit einem Mal, dass schon der 4. August ist.

Aber in meinem Kopf ist noch Juli. Dieser Kopf sagt mir, dass noch immer der Monat der Liebe und der vielen Gefühle, der neuen Menschen und der Bier-Abende im Park ist. Und ich merke, dass dieser Juli ein ganz eigenes Gefühl ist, das ich so schnell nicht loswerde.

Und jetzt ist der Tee kalt.

Viel China, “zu viel Sex” und ein bisschen NSA (Links)

Nachdem ich mich ja in letzter Zeit zunehmend mit Medien und ihren neuen und alten Ideen und Konzepten beschäftige, stieß mich eine Medienredakteurin der “taz” auf ein nettes Experiment in Amerika: Die New York Times probiert gerade ein neues Format aus, bei dem sie Nutzerkommentare beim Lesen des Textes neben eben diesem anzeigt, um zu zeigen, dass Leserstimmen auch Teil der Geschichte sind. Mir persönlich gefällt die Idee in diesem Fall gut, andererseits möchte ich, wenn ich SPON lese, glaube ich eher vermeiden, dann auch noch die dortigen Kommentare aufgezwungen zu kriegen.

Ein anderer Artikel mit ähnlichem (aber nicht dem gleichen Konzept) behandelt auch direkt ein Land, das mir sehr am Herzen liegt: China. Genauer gesagt geht es um die erzwungene Urbanisierung in China, eines der vielen verrückten Projekte der wunderbaren Zentralregierung. Unterlegt ist der Text dabei mit Zitaten von Betroffenen aus China. Abgesehen von großen politischen Geschehnissen ist in China gerade vor allem das Wetter interessant, die Temperaturen schießen in nie gesehen Höhen. Wie man da gerade Spiegeleier auf einem Gullideckel braten kann und andere Kuriositäten hat die Washington Post einmal in Bildern zusammengestellt. Und da wir uns gerade ohnehin schon in Asien befinden: The largest photo ever taken of Tokyo is zoomable. Viel Spaß. Außerdem sind sowohl Chinesisch als auch Japanisch auf der Liste der laut Memrise angeblich schwierigsten Sprachen der Welt zu finden. Interessant ist die Liste vor allem, weil die Behauptungen hier auch einmal begründet werden.

Weiter mit Sex: Während auf Twitter, sz.de und SPON gerade ein Video umgeht, das die Unterschiede zwischen Pornos und echtem Sex anhand von Essen erklärt, gab es auf faz.net einen etwas traurigen Text gefunden: Eine Dame schreibt, wie schrecklich sie zum Beispiel die “Ich will’s…”-Kampagne findet, weil – Achtung! – sie ja in eine Situation kommen könnte, in der sie ihren armen Kindern Sex erklären müsste.

Realsatire der anderen Art gibt es (nochmal) bei der New York Times zu lesen, wo sich einer der “Seniorkorrespondenten” des Blattes über die ganze Aufregung über den NSA-Skandal in Deutschland lustig macht. Da stehen so schöne Dinge wie “former interior minister who intimately knows the world of spying and disinformation, Schäuble” oder auch:

Germany has yet to rebuild a foundation of self-confidence which makes it possible to view challenges as tasks rather than emotional crises.

Aus dem Mund eines ehemaligen US-Botschafters. Meine Lesart: Wegen ihrer Minderwertigkeitskomplexes retten die Deutschen sich in sinnlose Wut, anstatt sich der Thematik der totalen Überwachung einmal ganz nüchtern und rational zu nähern, um sie dann als das Instrument gegen den Terror, das sie ist, zu akzeptieren.

Außerdem:

10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten fand ich wirklich interessant und ich werde versuchen, die dort gesagten Dinge in Erinnerung zu behalten. Einfach, weil es auch für Menschen ohne Kinder den Horizont etwas erweitert.

Hier dann noch ein paar schöne Bilder zu Nazis und Hollywood.

Und zum Schluss gibt’s dann noch einen Tag mit einem ebay now-Liefermann, der den ganzen Tag über für Kunden das Shopping erledigt und ihnen dann die Produkte liefert. Unterwegs ist er dabei mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß.